Die kurze Antwort: Der Bau ist der kleinere Teil. Der Posten, der wirklich entscheidet, taucht in kaum einem Angebot auf.
Was am Markt aufgerufen wird
Für den einmaligen Bau einer Website reichen die Spannen weit auseinander:
- Baukasten selbst bauen: 0 € einmalig, dafür 10 bis 50 € im Monat — und 20 bis 40 Stunden deiner eigenen Zeit.
- Freelancer: 800 bis 3.000 € einmalig.
- Agentur: 3.000 bis 8.000 € einmalig.
Für eine kleine Seite mit ein bis drei Unterseiten — die typische Handwerker-Visitenkarte — werden 250 bis 2.500 € genannt. Fünf bis zehn Seiten liegen bei 2.500 bis 6.000 €.
Dazu kommt das Laufende: Hosting und Domain zwischen 5 und 30 € im Monat, Wartung und Updates bei WordPress-Seiten 30 bis 80 € im Monat, bei Agenturen 50 bis 200 €.
Der Posten, den niemand aufschreibt
In einer der Preisübersichten steht ein Satz, der beiläufig wirkt und der eigentlich der wichtigste ist:
Inhaltsänderungen: ab 50 Euro pro Stunde, nach Bedarf.
Genau da entscheidet sich, ob deine Website in einem Jahr noch etwas taugt.
Denn was passiert praktisch? Du willst die neue Treppe auf die Referenzseite stellen. Das kostet dich eine Mail, drei Tage Wartezeit und irgendwann eine Rechnung über 50 €. Beim zweiten Mal überlegst du. Beim dritten Mal lässt du es.
Und dann steht deine Referenzseite eben noch auf 2016. Nicht, weil du keine gute Arbeit machst — sondern weil jede Änderung eine kleine Hürde und eine kleine Rechnung ist.
Das ist der eigentliche Preis einer Website: nicht was der Bau kostet, sondern was es kostet, sie aktuell zu halten. Und was es kostet, wenn du es deshalb nicht tust.
Drei Jahre, ehrlich durchgerechnet
Nehmen wir einen realistischen Mittelweg: Bau beim Freelancer für 1.500 €, Wartung 40 € im Monat, dazu sechs kleine Änderungen im Jahr à eine Stunde.
- Bau: 1.500 €
- Wartung, 36 Monate: 1.440 €
- 18 Änderungen à 50 €: 900 €
- Summe nach drei Jahren: rund 3.840 €
Bei einer Agentur mit 3.000 € Bau und 50 € Wartung landest du bei etwa 5.700 €.
Und jetzt die unbequeme Ehrlichkeit: Mein eigenes Modell — 490 € Bau, 49 € im Monat, dazu dein Claude-Abo und Hosting — liegt nach drei Jahren bei ungefähr 3.300 €. Das ist günstiger, aber nicht dramatisch.
Der Unterschied liegt woanders. In dieser Rechnung sind sechs Änderungen pro Jahr angesetzt. Bei mir sind es keine sechs, sondern so viele, wie du willst — weil jede einzelne dich nichts kostet außer dem Tippen. Du schreibst „sechs Fotos von der Treppe in Eppendorf, Eiche, geölt“, und es steht auf der Seite.
Es geht nicht ums Sparen. Es geht darum, dass die Änderungen tatsächlich passieren.
Worauf du bei jedem Angebot achten solltest
Egal, für wen du dich entscheidest — diese vier Fragen solltest du vor der Unterschrift stellen:
- Was kostet eine Änderung? Nicht „gibt es Support“, sondern: Was kostet es konkret, wenn ich im März ein Foto tauschen will?
- Wem gehört die Seite? Läuft sie auf deinem Hosting, unter deinem Vertrag, mit deinen Zugängen? Oder auf einer Plattform, aus der du nicht mehr herauskommst?
- Was passiert bei einem Wechsel? Bekommst du alles mit — Domain, Inhalte, Bilder, Zugänge?
- Ist die Wartung wirklich Wartung? Updates und Backups sind Pflicht. „Wartung“, die nur bedeutet, dass jemand erreichbar ist, ist keine.
Und wenn du eine Website hast, die nur veraltet ist?
Dann lohnt sich neu bauen oft gar nicht. Eine bestehende, technisch tragfähige Seite aufzuräumen ist deutlich günstiger, als sie zu ersetzen. Ob deine dazugehört, sieht man in etwa zehn Minuten.
Wie ich das mache, steht auf der Seite Website für Handwerksbetriebe, und was es kostet, unter Preise. Wenn du unsicher bist: dreißig Minuten Erstgespräch, kostenlos, und ich sage dir ehrlich, ob sich etwas lohnt — auch wenn die Antwort „lass es erstmal“ lautet.
Quellen für die Marktzahlen: meinBetrieb online — Website erstellen lassen: Preise für Handwerker und geckIT — Was kostet eine Website 2026. Preise am Markt schwanken stark; die Zahlen sind Anhaltspunkte, keine Garantie.